„Wer Erbschaften will, muss Nachlassabwicklung können“ - Melanie Loewe als Referentin auf der Fachtagung Groß- und Testamentsspenden
Im Rahmen der Fachtagung Groß- und Testamentsspenden des Deutschen Fundraising Verbands e.V. war die Nachlass-Expertin Melanie Loewe als Referentin eingeladen. Am ersten Veranstaltungstag gestaltete sie mehrere Table Sessions zum Thema Nachlassabwicklung und beteiligte sich im Anschluss an einer gemeinsamen Podiumsdiskussion.
In den Table Sessions stand die praktische Nachlassabwicklung im Mittelpunkt nicht als juristisches Randthema, sondern als zentraler Bestandteil des Nachlassfundraisings. Deutlich wurde dabei, dass der Erfolg testamentarischer Zuwendungen nicht allein von deren Einwerbung abhängt, sondern maßgeblich davon, ob Organisationen in der Lage sind, Nachlässe strukturiert, rechtssicher und verantwortungsvoll abzuwickeln.
Loewe machte klar, dass gerade hier erhebliche Risiken entstehen: fehlende Prozesse, unterschätzte Pflichtteilsansprüche, internationale oder digitale Vermögenswerte sowie emotionale Konfliktlagen. Nachlassabwicklung sei daher kein administrativer Nachgang, sondern ein kritischer Punkt, an dem Vertrauen erhalten oder verspielt werde.
An die Table Sessions schloss sich eine Podiumsdiskussion mit Dr. Stephanie Herzog und Dr. Cornelia Rump an, in der unterschiedliche fachliche Perspektiven auf Nachlassabwicklung, Vorsorge und Organisationsverantwortung zusammengeführt wurden. Der Austausch unterstrich, wie komplex und vielschichtig heutige Nachlasskonstellationen sind und wie hoch der Bedarf an fundierter Einordnung und Praxiswissen ist.
Die Fachtagung bot darüber hinaus Raum für vertiefende Gespräche und kollegialen Austausch. Die hohe Nachfrage in den Sessions zeigte, dass Nachlassabwicklung zunehmend als eigenständiges Kompetenzfeld im Fundraising wahrgenommen wird mit unmittelbarer Bedeutung für Wirkung, Reputation und langfristige Beziehungen zu Testamentsspendern.
