Die Lohnsteuerbescheinigung ist ein Dokument, das Arbeitgeber oder Versorgungsträger jährlich elektronisch an die Finanzverwaltung übermitteln. Sie enthält insbesondere Angaben über
Für die Nachlassabwicklung ist sie eine wichtige Grundlage zur Erstellung der letzten Einkommensteuererklärung des Erblassers.
Mit dem Tod endet zwar das Arbeitsverhältnis häufig nicht automatisch, steuerlich ist jedoch zu unterscheiden, welche Einkünfte noch dem Erblasser und welche bereits den Erben zuzurechnen sind.
Die Lohnsteuerbescheinigung dokumentiert die bis zum Tod steuerlich erfassten Arbeits- oder Versorgungsbezüge und ermöglicht eine zutreffende steuerliche Abwicklung. Sie wird daher regelmäßig vom Steuerberater oder den Erben für die Erstellung der letzten Einkommensteuererklärung benötigt.
Zu einer ordnungsgemäßen Nachlassabwicklung gehört auch die Erfüllung der steuerlichen Pflichten des Erblassers. Hierzu zählt insbesondere die Abgabe noch ausstehender Einkommensteuererklärungen.
Die Lohnsteuerbescheinigung bildet dabei häufig die Grundlage für die Ermittlung der Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit oder von Versorgungsbezügen.
Fehlt sie, sollte sie beim ehemaligen Arbeitgeber oder Versorgungsträger angefordert beziehungsweise gemeinsam mit dem Steuerberater über das Finanzamt geklärt werden.
Neben der Lohnsteuerbescheinigung sind häufig auch folgende Unterlagen erforderlich:
Erst das Zusammenspiel aller Unterlagen ermöglicht eine vollständige Einkommensteuererklärung.
Nein. Sie ist kein Vermögensgegenstand, sondern eine steuerliche Bescheinigung, die für die Erfüllung der steuerlichen Pflichten des Nachlasses benötigt wird.
In der Regel können die Erben oder ein von ihnen beauftragter Testamentsvollstrecker beziehungsweise Nachlassverwalter die erforderlichen Unterlagen beim Arbeitgeber oder über den Steuerberater beschaffen.
Ja. Sie gehört regelmäßig zu den wichtigsten Unterlagen für die Erstellung der letzten Einkommensteuererklärung des Erblassers.
Dann sollte zunächst Kontakt mit dem ehemaligen Arbeitgeber oder Versorgungsträger aufgenommen werden. Gegebenenfalls kann auch der steuerliche Berater die erforderlichen Daten über die Finanzverwaltung abrufen.
Die Lohnsteuerbescheinigung ist eine wesentliche Unterlage für die steuerliche Abwicklung eines Nachlasses. Sie dokumentiert die bis zum Tod erzielten Arbeits- oder Versorgungsbezüge und bildet die Grundlage für die letzte Einkommensteuererklärung des Erblassers. Wer steuerliche Pflichten im Rahmen der Nachlassabwicklung ordnungsgemäß erfüllen möchte, sollte deshalb frühzeitig prüfen, ob die erforderliche Lohnsteuerbescheinigung vollständig vorliegt.